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„Einiges in Bewegung“ bei der Lebenshilfe

Acht Monate liegt die vergangene Jahreshauptversammlung der Lebenshilfe Dillenburg erst zurück. Doch um ihre Mitglieder aktueller informieren zu können, ist nun am Mittwochabend in der Freien evangelischen Gemeinde in Dillenburg der Startpunkt für einen neuen Turnus gelegt worden. Der Grund ist ein einfacher: Findet die Jahreshauptversammlung, wie jahrzehntelang üblich, im Spätherbst statt, liegt das jeweilige…

Ehrung 25 Jahre Mitgliedschaft Lebenshilfe Dillenburg, Jubilare mit Urkunden und Vorstand auf Bühne.

Acht Monate liegt die vergangene Jahreshauptversammlung der Lebenshilfe Dillenburg erst zurück. Doch um ihre Mitglieder aktueller informieren zu können, ist nun am Mittwochabend in der Freien evangelischen Gemeinde in Dillenburg der Startpunkt für einen neuen Turnus gelegt worden.

Der Grund ist ein einfacher: Findet die Jahreshauptversammlung, wie jahrzehntelang üblich, im Spätherbst statt, liegt das jeweilige Wirtschaftsjahr, das inhaltlich thematisiert wird, schon einen großen Zeitraum zurück. Das soll sich künftig mit einer Terminierung zur Jahresmitte ändern.

Geändert hat sich im Zuge der Pandemie einiges, wie Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Raab in seiner Rede mitteilte: „Das Pandemiegeschehen mit all seinen Wendungen, Lockdowns, Öffnungsschritten, Test- und Impfkampagnen hat unsere Lebenshilfearbeit die ganze Zeit sehr stark beeinflusst.“  Insbesondere die teils monatelangen Schließungen der Einrichtungen, die Besuchsverbote und die fehlenden Freizeitangebote hätten für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen zu tiefen und schwerwiegenden Eingriffen in die gewohnten Lebensweisen geführt. „Ohne die herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten wir die Pandemie bislang nicht so gut überstanden.“

Einfluss hatte die Pandemie auch auf die verschiedenen Bau- und Sanierungsprojekte. So habe es etwa Verzögerungen bei den geplanten Umbaumaßnahmen der Wohnheime Niederscheld und Simmersbach gegeben. Bau und Instandhaltung werden die Lebenshilfe Dillenburg auch künftig stark beschäftigen: So steht die Sanierung oder gar der Ersatzneubau des Wohnheims in Manderbach bevor – mit dem Wunsch, dort auch neue integrative Wohnformen und besondere Schwerpunkte anbieten zu können. Die Ausweitung des Platzangebots der Tagesförderstätte für einen schwerst- oder mehrfachbehinderten Personenkreis konnte bisher noch nicht umgesetzt werden. „Wir hoffen, dass wir diese Aufgabe zusammen mit einer neuen Ersatzwerkstatt für die Werkstatt in Eibelshausen realisieren können“, so Raab. Diese ist auf lange Sicht insbesondere aufgrund des wirtschaftlich nicht zu vertretenden Sanierungsaufwands in Zukunft nicht mehr haltbar. Die Verhandlungen zum Ersatzbau sind mit dem Landeswohlfahrtsverband und einem Bauträger bereits erfolgreich fortgeschritten. „Wir gehen davon aus, dass wir Ende 2021, Anfang 2022 mit dem Bau beginnen können.“

Veränderungen gab es auch im Personalbereich auf Leitungsebene. „Dort war im vergangenen Jahr einiges in Bewegung“, blickte Lebenshilfe-Vorstand Dirk Botzon zurück. Drei langjährige Mitarbeiter gingen in den Ruhestand, zwei weitere verließen die Lebenshilfe. „Wir befinden uns hier in einem Generationswechsel.“ Insgesamt beschäftigt die Lebenshilfe Dillenburg 405 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bietet für Menschen mit Behinderung 1250 Betreuungsplätze. „Unser wichtigstes Ziel ist es seit über 55 Jahren, den von uns betreuten Menschen in allen Lebensphasen eine möglichst normale und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, betonte Raab.

Wirtschaftlich steht der Verein trotz der Pandemie gut da. Grund dafür seien eine gute und vorausschauende Planung, ein sorgfältiger Personal- und Mitteleinsatz sowie eine gute Auslastung des Werkstattbereichs, zählte Raab auf. Was jedoch merklich zu Buche schlage, seien die Einbußen durch die anhaltende Niedrigzins-Phase, die die Stiftungsarbeit deutlich erschwerten: „Jahr für Jahr fallen die Anlageerträge, und damit werden die Beträge kleiner, die die Stiftung aus ihren Erträgnissen für die Vereinsarbeit zur Verfügung stellen kann“, merkte Raab an. Auch seien die Spenden im vergangenen Jahr deutlich niedriger ausgefallen als in den Vorjahren. Umso mehr sei den Spenderinnen und Spendern zu danken, die auch in der Pandemie die Lebenshilfe Dillenburg unterstützen. „Ohne diese materielle Unterstützung wäre unsere Vereinsarbeit in diesem Ausmaß und in dieser Qualität nicht möglich. Und was wir unseren Betreuten bieten, kann sich sehen lassen.“

Die Ehrung von elf Jubilarinnen und Jubilaren stand im Rahmen der Veranstaltung auf dem Programm. Zwei der zu ehrenden Mitglieder waren vor Ort: Für 25 Jahre Mitgliedschaft bei der Lebenshilfe Dillenburg zeichnete Jürgen Raab Heidi Zoll-Kunz, Mitarbeiterin der Dillenburger Werkstätten, und Andreas Thamer, den ehemaligen Wohnbereichsleiter, aus. Es fehlten: Hans Peter Schmidt, Elke Ebertz, Wolfgang Nörig, Rüdiger Weil, Safran Cabin Germany GmbH, Hartmut Hees, Dirk Bankmann, Erika Nieth und Marita Kazmierski.

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