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Jubiläums-Reihe „Doppelt 60“: Dirk Botzon

In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre Lebenshilfe Dillenburg – und stellen Menschen vor, die uns seit vielen Jahren begleiten und selbst 60 Jahre alt werden. Den Anfang macht unser Vorstandsmitglied Dirk Botzon. Wie hat sich Ihr Blick auf die Lebenshilfe in den verschiedenen Rollen verändert – vom Zivi über die Werkstattleitung bis in den…

Dirk Botzon im Gespräch mit Mitarbeiter, Lebenshilfe Dillenburg e.V., gelebte Inklusion im Alltag.

In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre Lebenshilfe Dillenburg – und stellen Menschen vor, die uns seit vielen Jahren begleiten und selbst 60 Jahre alt werden.

Den Anfang macht unser Vorstandsmitglied Dirk Botzon.

Wie hat sich Ihr Blick auf die Lebenshilfe in den verschiedenen Rollen verändert – vom Zivi über die Werkstattleitung bis in den Vorstand?

Dirk Botzon: Das ist eine interessante Frage. Ich habe die Lebenshilfe Dillenburg im Laufe der Zeit ja aus drei verschiedenen Perspektiven kennengelernt. Hierdurch hatte ich die Gelegenheit, die wertvolle Arbeit vor Ort in unseren Einrichtungen und Diensten zu erleben.

Gerade die Zeit als Zivildienstleistender hat mich nachhaltig geprägt. Ich war tief beeindruckt – einerseits von den Menschen, die von der Lebenshilfe begleitet werden, und andererseits von der Hingabe und Überzeugung der hauptamtlichen Mitarbeitenden. Dies hat in mir schon früh den Wunsch geweckt, ein Teil dieser Organisation werden zu wollen. Der sich dann ja später auch erfüllt hat.

In meiner Zeit als Werkstattleiter habe ich die Lebenshilfe als dynamische Organisation mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten erlebt. Nach meinem Einstieg in Dillenburg hatte ich das Privileg, damals die neue Werkstatt in Flammersbach mitplanen und eröffnen zu dürfen. Dies war ein spannender Prozess und eine schöne Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Diese Zeit war – ähnlich wie heute ­-   von Aufbruch, Gemeinschaft und Entwicklungsfreude geprägt.

Mein Wechsel im Jahr 2009 in die Geschäftsführung/Vorstand eröffnete mir schließlich noch mal einen viel breiteren und umfassenderen Blick auf die Gesamtorganisation. Was sich bis heute wie ein roter Faden durchzieht, ist die Erfahrung, dass die Lebenshilfe Dillenburg strukturell hervorragend aufgestellt ist und hochmotivierte und kompetente Mitarbeitende beschäftigt. Ich bin froh und dankbar, Vorstand einer so tollen Organisation sein zu dürfen.

Im Rahmen der diesjährigen Visions- und Strategieentwicklung haben wir uns mit dem Leitbild beschäftigt und es wurde sehr deutlich, wie tragfähig das Wertefundament der Lebenshilfe Dillenburg ist. Es ist ein wertvolles Erbe unserer Gründungsväter, auf welches wir aufbauen und das wir mit in die Zukunft nehmen. Wirtschaftlich solide aufgestellt, waren und sind wir zudem den vielfältigen Herausforderungen gut gewachsen. Das ist heute wichtiger denn je.

Welche Begegnungen oder Erlebnisse haben Sie besonders geprägt?

Dirk Botzon: In Summe sind es die zahllosen Begegnungen mit den vielen tollen Menschen, mit denen ich in meiner Arbeit zu tun habe bzw. hatte. Dabei konnten die Anlässe traurig oder fröhlich sein – so wie das Leben halt ist. Zu meinen traurigsten Erfahrungen zählt, dass ich in meiner Zeit als Werkstattleiter den Angehörigen einer Beschäftigten die Nachricht vom Tod ihrer Tochter infolge eines unerwarteten medizinischen Notfalls überbringen musste.

Auf der anderen Seite gab und gibt es viele Erlebnisse, über die ich mich freue. Sei es die Hochzeit zweier Werkstattbeschäftigten, zu der ich eingeladen war, oder einfach nur die herzlichen Begegnungen im (Arbeits-)Alltag, bei denen auch viel gelacht wird. Mit Blick auf die Menschen, die wir begleiten, ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, mit welch bewundernswerter Kraft, Haltung und Freude sie ihr Leben meistern.

Was wünschen Sie der Lebenshilfe und den Menschen, die hier begleitet werden, für die Zukunft?

Dirk Botzon: Ich wünsche der Lebenshilfe Dillenburg, auch in Zukunft ihren Auftrag mit Mut, Energie und Freude zu verwirklichen. Es geht darum, den Menschen, die wir begleiten, als starke Gemeinschaft eine Heimat zu geben, ihnen Teilhabe zu ermöglichen und sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Das kommt auch in der Vision zum Ausdruck, die wir als Verein in diesem Jahr neu formuliert haben.

Und ganz persönlich: Was bedeutet es Ihnen, im Jubiläumsjahr der Lebenshilfe selbst 60 Jahre alt zu werden?

Dirk Botzon: Es ist ein schönes Gefühl der Verbundenheit und eine gute Gelegenheit, beruflich und privat zurückzublicken. Und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten, um auch den weiteren Weg in die Zukunft erfolgreich zu gestalten.

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