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40 Jahre lang daheim in Niederscheld

„Hans, das warst du! Schau mal.“ Hans Kessler blickt auf den Zeitungsausschnitt, strahlt über das ganze Gesicht und deutet mit der rechten Hand auf sich. Dann zeigt er auf eine andere Person auf dem Schwarz-Weiß-Foto. „Diddi.“ Damit ist Grita Strathmann gemeint. Beide leben nun schon seit 40 Jahren im Lebenshilfe-Wohnhaus in Niederscheld. Der 17. Februar…

Geschenke zum Jubiläum im Seniorenheim: Bewohner mit Blumen, Pflegende gratulieren im Festsaal.

„Hans, das warst du! Schau mal.“ Hans Kessler blickt auf den Zeitungsausschnitt, strahlt über das ganze Gesicht und deutet mit der rechten Hand auf sich. Dann zeigt er auf eine andere Person auf dem Schwarz-Weiß-Foto. „Diddi.“ Damit ist Grita Strathmann gemeint. Beide leben nun schon seit 40 Jahren im Lebenshilfe-Wohnhaus in Niederscheld.

Der 17. Februar 1982: Eröffnung der ersten stationären Wohneinrichtung der Lebenshilfe Dillenburg am Standort Niederscheld. Zwei Bewohner der ersten Stunde: der heute 77-jährige Hans Kessler und die heute 60-jährige Grita Strathmann. „Es ist schon etwas Besonderes für uns, dass wir Menschen mit Behinderungen über einen so langen Zeitraum ein Zuhause sein können“, sagt Einrichtungsleiter Bernd Kaiser während einer kleinen Feier zu diesem Anlass.

Luftballons mit der 40 zieren den gedeckten Kaffeetisch, die 40 prangt auch auf den Ketten, die Hans Kessler und Grita Strathmann um den Hals tragen. Dazu gibt es noch Geschenke: ein gerahmtes Foto der beiden aus alten Zeiten und einen Strauß Blumen für beide. Und Waffeln für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Ausgelegte Fotobücher erinnern an die gemeinsame Geschichte der beiden Menschen mit Behinderung, die gleichzeitig für die Geschichte des Wohnbereichs der Lebenshilfe Dillenburg steht.

Den Anfang machte damals das Wohnhaus Niederscheld, es folgten die Standorte Manderbach, In den Thalen, Simmersbach und Haiger. Heute betreut die Lebenshilfe im stationären Wohnbereich 121 Menschen mit Behinderung, darüber hinaus 13 Menschen in der Wohnform des stationär begleiteten Wohnens und 120 im Betreuten Wohnen. Weitere fünf Personen werden im Rahmen des sogenannten Begleiteten Wohnens in Familien betreut. Hans Kessler und Grita Strathmann sind auf stationäre Betreuung angewiesen. Kessler war einst ein drahtiger Kerl, häufig sehr impulsiv, heute ist er „ein Sonnenschein“ im Rollstuhl. Kesslers Wortschatz besteht seit jeher aus Fantasiewörtern, zu deren Übersetzung eine Mitarbeiterin einst ein eigenes Wörterbuch erstellt hat. Auch Strathmann sitzt im Rollstuhl. Sie ist gehörlos und hat eine angeborene Verkürzung der Arme. Kessler und Strathmann verbindet seit jeher eine enge Freundschaft.

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