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Beatboxing im Wohnhaus Haiger

Ein Miauen. Ein Klatschen. Ein Schmatzen. Ein Stampfen. Ein Lachen. Das Lebenshilfe-Wohnhaus in Haiger ist erfüllt von unterschiedlichsten Tönen und Geräuschen. Die Ursache dafür: Der Beatbox-Weltmeister Mando ist zu Gast. Der Berliner nimmt gemeinsam mit Menschen mit geistigen Behinderungen einen Song auf. „Ich habe schon mit Wohneinrichtungen gearbeitet, aber daraus einen Song zu verarbeiten ist…

Anne Schneider im Beatbox-Interview, spricht Tierlaute ins Mikrofon, Podcast-Aufnahme.

Ein Miauen. Ein Klatschen. Ein Schmatzen. Ein Stampfen. Ein Lachen. Das Lebenshilfe-Wohnhaus in Haiger ist erfüllt von unterschiedlichsten Tönen und Geräuschen. Die Ursache dafür: Der Beatbox-Weltmeister Mando ist zu Gast.

Der Berliner nimmt gemeinsam mit Menschen mit geistigen Behinderungen einen Song auf. „Ich habe schon mit Wohneinrichtungen gearbeitet, aber daraus einen Song zu verarbeiten ist für mich eine Premiere, auf die ich mich sehr freue“, sagt er und schreitet gleich zur Tat. Zum Personenkreis, mit dem er musiziert, gehören auch Menschen, die nicht sprechen, sondern sich lediglich mit Lauten artikulieren können. „Das war uns wichtig“, erklärt Lebenshilfe-Kulturreferent Sascha Kirchhoff. „Eine niedrigschwellige Möglichkeit zu bieten, um alle miteinzubeziehen und zu zeigen, dass wirklich jeder Mensch Kunst schaffen kann.“

Mando, gebürtig Daniel Mandolini, zählt zu den Allerbesten: Weltmeister an der Loop-Station, Vize-Weltmeister mit der Band, Europameister mit der Nationalmannschaft, die er als Kapitän anführt. In einer kleinen Performance zeigt er im Wohnhaus, wie er allein durch Mund, Nase oder Rachen die verrücktesten Beats entstehen lässt. Aus all den Geräuschen, die er den Bewohnerinnen und Bewohnern entlockt hat, wird er nun innerhalb weniger Wochen ein fertiges Stück produzieren. „Der Plan selbst entsteht immer erst, wenn alle Töne eingefangen sind.“ Für ihn ist die Erfahrung bei der Lebenshilfe Dillenburg eine besondere: „Musizieren hat oft so etwas Fehlerfreies und Glattgebügeltes. Hier haben wir gezeigt, dass es auch in einem anderen Kontext möglich ist.“

Shadiat Ebony Naylon hat viel Spaß daran, in Mandos Mikro zu sprechen. (Foto: Holtfoth)

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