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Jubiläums-Reihe Doppelt 60: Uwe Brückmann

In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre Lebenshilfe Dillenburg – und stellen Menschen vor, die uns seit vielen Jahren begleiten und selbst 60 Jahre alt werden. Heute: Uwe Brückmann, Leitung Finanzen und Controlling. Herr Brückmann, was hat Sie all die Jahre bei der Lebenshilfe gehalten und getragen? Uwe Brückmann: Als ich vor 37 Jahren aus der freien Wirtschaft…

Uwe Brückmann, Finanzen und Controlling, Lebenshilfe Dillenburg e.V., Porträt mit Zitat zum Jubiläum.

In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre Lebenshilfe Dillenburg – und stellen Menschen vor, die uns seit vielen Jahren begleiten und selbst 60 Jahre alt werden.

Heute: Uwe Brückmann, Leitung Finanzen und Controlling.

Herr Brückmann, was hat Sie all die Jahre bei der Lebenshilfe gehalten und getragen?

Uwe Brückmann: Als ich vor 37 Jahren aus der freien Wirtschaft zur Lebenshilfe Dillenburg gewechselt bin, war es mir wichtig, dass ich hier für beziehungsweise mit Menschen arbeite und nicht irgendwelche materiellen Dinge bearbeite oder damit Handel betreibe. Ich bin mit der Lebenshilfe Dillenburg gewachsen. Die Lebenshilfe Dillenburg ist in diesen Jahren gewachsen. Man ist mit vielen Menschen in dieser Zeit vertraut geworden. Das Wohl der von uns zu betreuenden Menschen hat dabei immer den höchsten Stellenwert eingenommen. Die Lebenshilfe Dillenburg wurde ein Stück weit Familie, mit all dem, was Familie ausmacht. Ich konnte in all den Jahren den Weg, den die Lebenshilfe Dillenburg gegangen ist und geht, mitgestalten. Das ist sehr schön und lässt einen jeden Morgen gerne zur Arbeit gehen.

Welche Veränderungen bei Strukturen, Finanzen und gesetzlichen Anforderungen haben die Arbeit besonders geprägt?

Uwe Brückmann: In all den Jahren gab es schon einige Veränderungen in der Finanzierung unserer Arbeit innerhalb der Eingliederungshilfe. Vom Selbstkostenblatt, also einer detaillierten Aufschlüsselung aller Kosten, welche dann jährlich mit dem Kostenträger verhandelt werden musste, über das HMB-Metzler-Verfahren als ein Instrument zur Ermittlung des individuellen Hilfebedarfs von Menschen mit Behinderung, das zur Finanzierung von Leistungen in der Eingliederungshilfe diente, bis hin zur heutigen Form der personenzentrierten Teilhabeplanung aufgrund der Einführung und Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes mit all seinen  Veränderungen in der Finanzierungsform. Aus meiner Sicht ist gerade das jetzige Abrechnungsverfahren und all das, was damit einhergeht, die größte Herausforderung in der Eingliederungshilfe und somit auch in unserer Arbeit. Aber bekannter Weise wächst man ja mit seinen Herausforderungen.

Wo sehen Sie den größten Fortschritt für die Menschen mit Behinderung in den letzten Jahrzehnten?

Uwe Brückmann: Der Mensch mit Behinderung wurde in den letzten Jahren sichtbarer in der Gesellschaft. Es wurden die Bedürfnisse des Menschen mit Behinderung mehr in den Vordergrund gestellt; Themen wie Inklusion, soziale Teilhabe, Barrierefreiheit und öffentliche Wahrnehmung und Sichtbarkeit sind gerade in den letzten Jahren gestärkt worden. Und das ist gut so!

Und persönlich gefragt: Wie blicken Sie auf die jetzt eigenen 60 Jahre zurück?

Uwe Brückmann: Im Großen und Ganzen mit Dankbarkeit. Dankbar für die vielen Dinge, die ich in meinem Leben erlebt habe. Für die Menschen, die ich kennenlernen durfte, die Erfahrungen, welche ich gemacht habe. Da gehören schwere Zeiten genauso dazu wie die schönen Zeiten.

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