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Werkstatt präsentiert sich vielen Besuchern

Schrauben, erleben, staunen – die Lebenshilfe-Werkstatt Flammersbach hat am Donnerstag ihre Türen geöffnet und Hunderte Besucher angelockt. Mitmachstationen luden dazu ein, selbst Hand anzulegen und Produktionsschritte auszuprobieren. „Das hätte ich hier nicht erwartet“ – ein häufig gehörter Satz an diesem Tag. Die Besucher waren begeistert von der Atmosphäre in der Werkstatt, den Fertigkeiten und der…

Gruppenfoto beim Event: TSV-Trainer und Lebenshilfe-Team auf Rampe mit Ballons.

Schrauben, erleben, staunen – die Lebenshilfe-Werkstatt Flammersbach hat am Donnerstag ihre Türen geöffnet und Hunderte Besucher angelockt. Mitmachstationen luden dazu ein, selbst Hand anzulegen und Produktionsschritte auszuprobieren.

„Das hätte ich hier nicht erwartet“ – ein häufig gehörter Satz an diesem Tag. Die Besucher waren begeistert von der Atmosphäre in der Werkstatt, den Fertigkeiten und der Arbeitsmoral der Beschäftigten sowie der Vielseitigkeit der Produktion. „Jeder findet bei uns seinen Platz – weil wir die Arbeit anpassen und weil Beziehung bei uns einen hohen Stellenwert hat. Nur wenn Beziehung da ist, kann Entwicklung passieren“, betonte Karin Schill, Leitung Sozialer Dienst.

Die Gäste kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Industriepartner, Angehörige, Schulklassen und die Westerwald-Werkstätten aus Altenkirchen. Auch die Politik war vertreten – mit Helmut Schneider (1. Stadtrat Haiger), Dr. Andreas Steiner (Stadtrat) sowie Susanne Steiner (Ausschuss für Umwelt, Bauen und Stadtentwicklung).

Ein besonderes Highlight war der Besuch des TSV Steinbach, vertreten durch Roland Kring (Vorstand und Vereinssprecher), Andreas Engel (Leiter Spielbetrieb), die Trainer Hüsni Tahiri und Daniel Wilde sowie Kai Klingelhöfer (Jugendkoordinator). Tahiri zeigte sich vor allem beeindruckt von der individuellen Förderung – „ein wichtiges Element, das ich aus meiner Trainertätigkeit auch kenne“.

Werkstatt-Bereichsleiter Lars Lückoff stellte heraus, dass sich die Werkstätten bewusst von der Industrie unterscheiden: „Wir zergliedern Aufgaben und Prozesse so, dass viele Menschen mit Behinderung eingebunden werden können. In der Wirtschaft ist es andersherum – da muss oft der Mensch in den Prozess passen.“

Rund zehn Prozent der Werkstatt-Beschäftigten der Lebenshilfe Dillenburg arbeiten heute bereits auf betriebsintegrierten Arbeitsplätzen in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. „Ein großer Vorteil ist unser industriell geprägter Standort. Dadurch haben wir erstklassige Kooperationsmöglichkeiten“, sagte Vorstandsmitglied Dirk Botzon.

Neben der Präsentation der Tätigkeitsfelder der Außenarbeitsgruppe bei Hailo stellte sich auch die Gärtnerei der Werkstatt Flammersbach vor. Die betriebsintegrierte Beschäftigung (BiB) präsentierte in einer Fotoausstellung ihre ältesten und jüngsten Außenarbeitsplätze. Zudem bot die Reha-Werkstatt Produkte aus ihrem Hofladen an. Besonders eindrucksvoll: Die Beschäftigten führten die Gäste voller Stolz selbst durch ihre Arbeitsplätze und erklärten ihre Tätigkeiten.

Die Veranstaltung war Teil des Jubiläumsjahrs zum 60-jährigen Bestehen der Lebenshilfe Dillenburg. „Es war ein Tag, der zeigt, wie wichtig Teilhabe ist – und wie sehr unsere Beschäftigten es genießen, ihre Arbeit mit anderen zu teilen“, fasste Einrichtungsleiter Christoph Biehl zusammen.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Auswahl an frisch zubereiteten Suppen, Nudelgerichten und Schwäbischen Maultaschen aus der Großküche sowie Waffeln und Würstchen.

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