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Wenn Mode Inklusion fördert

4900 Euro vom Modelabel Mosja für die Kulturarbeit der Lebenshilfe Dillenburg: Die Spende stellt nicht nur einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen dar, sondern bildet zugleich den Startschuss für ein neues, innovatives Gemeinschaftsprojekt. Ihren Anfang genommen hat die Kooperation zwischen Mosja und Lebenshilfe im vergangenen Jahr mit der Kollektion „Better together“….

Teamfoto zur Kooperation Mosja und Lebenshilfe Dillenburg vor Firmenschild im Freien.

4900 Euro vom Modelabel Mosja für die Kulturarbeit der Lebenshilfe Dillenburg: Die Spende stellt nicht nur einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen dar, sondern bildet zugleich den Startschuss für ein neues, innovatives Gemeinschaftsprojekt.

Ihren Anfang genommen hat die Kooperation zwischen Mosja und Lebenshilfe im vergangenen Jahr mit der Kollektion „Better together“. Diese entstand unter anderem durch Buse Gözde-Kizil, eine junge Frau mit Schwerstmehrfachbehinderung, die in der Tagesförderstätte der Lebenshilfe Dillenburg betreut wird. Gemeinsam mit dem Herborner Maler Santiago Gallardo designte sie die farbenfrohe Vorlage, die nur kurze Zeit später verschiedene Kleidungsstücke zierte und sich rasant verkaufte. „Und das ist der schöne Effekt“, betonte Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Dr. Oliver Schmitzer. „Die Leute kaufen die Stücke, weil sie cool und qualitativ hochwertig sind, und nicht, weil sie von einem Menschen mit Behinderung hergestellt worden sind. Einige kennen den Hintergrund auch gar nicht.“ Dem pflichtete sein Vorstandskollege Dirk Botzon bei: „Wir wussten anfangs nicht, welches Ergebnis uns erwartet, aber es passt perfekt zu unserer Philosophie. Auch wir wollen nicht, dass etwa in der Industrie Unternehmen aus Mitleid mit uns zusammenarbeiten, sondern weil wir ein verlässlicher und leistungsstarker Geschäftspartner sind.“

Mosja steht für Qualität, aber gleichzeitig auch für soziales Engagement, Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen. „Wir betreiben eine Art positive Aufklärung“, beschreibt es Ann-Kathrin Klein, einer der kreativen Köpfe hinter der Marke. „Und das tun wir nun auch in Sachen Inklusion. Wir wollten mit der Kollektion etwas erreichen, dass Inklusion nicht platt widerspiegelt. Und das ist uns gelungen.“

20 Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf der Kollektion flossen nun an die Lebenshilfe Dillenburg. Und das soll keine einmalige Geschichte bleiben. Für eine neue Kollektion hat sich Mosja erneut Verstärkung von Menschen mit Behinderung geholt: Zwei Beschäftigte aus den Dillenburger Werkstätten werden als Praktikantinnen bei Mosja mitarbeiten und den kompletten Prozess von Kreativphase über Produktion bis hin zum Verkauf mitbegleiten. „Es ist uns wichtig, dass diejenigen, die hinter dem Design stecken, auch einmal die gesamten Abläufe miterleben und erfahren, welche weiten Kreise das Ganze zieht und welche positiven Reaktionen es darauf gibt“, betont Mosja-Geschäftsinhaber Jakob Sahm. Geplant sind Shirts, Hoodies, Taschen und eventuell auch Socken und Caps.

„Mich macht es stolz, dass Menschen mit Behinderung erneut eine eigene Kollektion entwickeln“, sagt Lebenshilfe-Kulturreferent Sascha Kirchhoff. „Das möchten wir intensivieren und verstetigen.“

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